Viognier

Die weiße Rebsorte Viognier stand wegen ihres geringen Ertrages und der Anfälligkeit gegen Mehltau Ende der 1960er Jahre kurz vor dem Aussterben, gerade einmal 14 Hektar waren in Frankreich noch im Anbau. Die Qualität der Weine aus den Steillagen der winzigen AOCs Condrieu (heute ca. 110 ha) und Château Grillet (3,5 ha) an der nördlichen Rhône führte in den 1980er Jahren dann zu einem wahren Viognier-Boom und die Sorte gewann weltweit viele Freunde unter Winzern und Weinfreunden.  Heute sind allein in Frankreich wieder über 4.100 Hektar mit Viognier bestockt. Neben der nördlichen Rhône vor allem an der Ardeche und im Languedoc-Roussillon.

Ein relativ kühles Klima mit merklichen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht verleiht dem Viognier seinen unverwechselbaren duftigen Charakter, der an eine frische Blumenwiese, Kamille, Aprikosen und exotische Früchte erinnert. Der Viognier ergibt einen körperreichen Weißwein, den viele Kenner in den ersten 5-6 Jahren seines Lebens in der Regel am besten finden, wenn die Frucht noch voll im Saft steht. Er verträgt auch einen zarten Barriqueausbau gut, zu viel Holzeinfluss geht auf Kosten der Duftigkeit und somit zu Lasten der eigentlichen Stärke der Rebe.

Der Viognier kann als weiße Rebsorte Teil (max. 20%) des roten Côte-Rôtie sein. Eine Besonderheit unter den großen traditionellen Rotweinen der Welt. 

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