Bollinger

Im Jahre 1829 gründeten Joseph Bollinger und Paul Renaudin das Champagnerhaus Renaudin-Bollinger & Cie. Im Laufe der Jahre übernahmen die Kinder Joseph Bollingers die Firma und noch heute ist Bollinger eines der wenigen bedeutenden Champagnerhäuser in Privatbesitz. Handwerkliche Qualität hat oberste Priorität, zum Beispiel lagert man die Champagner doppelt so lange wie in den Statuten der AOP vorgeschrieben, bevor diese in den Verkauf kommen. Bereits in der Special Cuvée werden überwiegend Trauben aus Premier- und Grand Cru-Lagen verarbeitet.

Der „La Grande Année“ ist der erstklassige Jahrgangschampagner des Hauses, der mindestens 6 Jahre auf der Hefe lagert, bevor er abgefüllt wird. Der R.D. ist ebenfalls ein Jahrgangschampagner, der mindestens 9 Jahre Hefelager hinter sich hat. Alle Bollinger Champagner pflegen einen "weinigen" und körperreichen Stil.

Bollinger & James Bond: bereits im Jahr 1956 wurde Bollinger Champagner im James Bond Roman „Diamonds are forever“ erwähnt. Seit „Live and let die“ ist Bollinger steter Begleiter des Agenten 007 in den Filmen.

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  7. Je größer desto besser
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Das Champagnerhaus Bollinger gehört zu den allerbesten Produzenten dieser prestigeträchtigsten Herkunft für Schaumweine. Es wurde im Jahre 1829 von Joseph Bollinger, gebürtiger Württemberger, der 1822 wie viele Deutsche in die Champagne auswanderte, Athanase-Louis-Emmanuel Hennequin de Villermonts und Paul Renaudin gegründet. Da die Kinder Bollingers die Firma fortführten, sind die beiden anderen Name heute verschwunden, bzw. wurden wie Hennequin von Anfang an nie verwendet. Bereits in den 1880er Jahren wurde Bollinger zum offiziellen Lieferanten des britischen Königshauses.

Der exzellente Ruf basiert heute maßgeblich auf dem Wirken der resoluten Madame Lily Bollinger, die das Gut nach dem Tod ihres Gatten übernahm und viel für die Bekanntheit der Marke tat und entgegen aller damaligen Trends den weinigen Hausstil aus gereiften Reserve-Weinen hier etablierte und dadurch den Weltruhm dieses Champagnerhauses weiter steigern konnte. Sie kreierte die Spitzencuvees R.D. (1961) und den Vieilles Vignes Francais im Jahre 1969. Sehr bekannt ist auch das Foto mit ihr auf einem Fahrrad im Weinberg. Sie leitete das Gut von 1941 bis 1971. Von ihr stammt auch eines der berühmtesten Zitate über den edlen Schaumwein: "Ich trinke Champagner, wenn ich froh bin, und wenn ich traurig bin. Manchmal trinke ich davon, wenn ich allein bin; und wenn ich Gesellschaft habe, dann darf er nicht fehlen. Wenn ich keinen Hunger habe, mache ich mir mit ihm Appetit, und wenn ich hungrig bin, lasse ich ihn mir schmecken. Sonst aber rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich Durst habe."

Auch heute ist das Unternehmen noch in Familienbesitz und damit eine Rarität unter den großen Marken der Champagne. Bollinger pflegt viele Besonderheiten, die das Haus von anderen Produzenten abhebt. Die Weine werden in Holzfässern vergoren und ausgebaut, die übrigens aus der eigenen Küferei stammen. Der Großteil der verarbeiteten Trauben stammt aus eigenem Weinbergsbesitz. Dieser besteht zu 85% aus Grand Cru Lagen. Die 179 ha eigenen Rebflächen befinden sich in dem Gemeinden Aÿ, Avenay, Tauxières, Louvois, Verzenay, Cuis und Champvoisy. In den weitläufigen und verzweigten Kellern unter dem Weingut befinden sich 300.000 Magnumflaschen mit Reserve-Weinen, welche die Basis für den einmaligen Stil und die herausragende Qualität der Bollinger-Champagner sind. Man verzichtet auch auf Champagnersorten mit viel Dosage, die erweiterte Kundenkreise mit ihrer Süße ansprechen sollen. Meist wird nur 7 g / Liter, in Ausnahmefällen maximal 9g verwendet. Bollinger muss immer lebendig und animierend schmecken, da hat übertriebene Süße keinen Platz.

Die Rebsorte Pinot Noir ist mit 60% in den Bollinger-Weinberger vertreten, was den Weinen eine kraftvolle und komplexe Art verleiht. Die Special Cuvée ist der wichtigste Champagner des Hauses, sie wird übrigens aus 60% dieser Rebe hergestellt, spiegelt damit also die Rebverteilung der Weingärten wider. Weitere Sorten sind Chardonnay, der in Cuis wächst und Pinot Meunier, der aus Champvoisy stammt. Die Rebflächen sind ungewöhnlich dicht bepflanzt, was einen niedrigen Ertrag pro Rebstock und dadurch die höchstmögliche Qualität ergibt. Sollte ein Most dennoch einmal nicht den Anforderungen für die eigene Produktion genügen, wird er an andere Abfüller verkauft.

Für ein harmonisches Landschaftsbild verwendet man zudem Holzpflöcke aus Kieferholz, statt der einfacher handzuhabenden Metallpflähle. Die Böden sind begrünt und für die Biodiversität werden zusätzlich auch Blumen gepflanzt. Die Schädlingsbekämpfung erfolgt biologisch. Der Weinberg Côte aux Enfants, aus dem einer der wenigen guten stillen Rotweine der Champagne stammt, wird sogar komplett biologisch bewirtschaftet. Bollinger hat für sein Umweltengagement als erstes Champagnerhaus die Zertifizierung "High Environmental Value" erhalten. Im Besitz befinden sich auch zwei winzige Rebberge mit wurzelechten Stöcken, die von der Reblausplage verschont blieben. Diese Trauben werden für den extrem raren und kostspieligen Vieilles Vignes Francaises verwendet, der erstmals im Jahre 1969 produziert wurde.

Die Bollinger Kollektion beginnt mit dem bereits oben erwähnten Special Cuvée. Er ist die Basiscuvee ohne Jahrgangsangabe und besteht zu 85% aus 1er und Grand Cru Lagen. Er besteht mehrheitlich aus Reserve Weinen, die zwischen 5 und 15 Jahre Lagerung hinter sich haben. Er wird mindestens doppelt so lange gelagert, wie von den Champagne-Statuten vorgeschrieben. Die gereiften Grundweine zeigen sich in Aromen wie Bratapfel, Apfelkompott, Nüssen, dazu komme Fruchtnoten wie Pfirsich und die typische Brioche-Hefenote hochwertiger Champagner. Die Perlage ist superelegent. Fraglos einer der allerbesten Basis-Champagner überhaupt.

Der Bollinger Rosé, ebenfalls ohne Jahrgang, erhält seine Farbe durch die Zugabe von 5% Rotwein. Auch hier ein über 85%iger Anteil von 1er und Grand Crus. Aromatisch tendiert er in Richtung Beerenfrüchte und Kirschen, eine ganz zarte Tanninstruktur gibt den Biss im langen Finale.

Die Prestige-Cuvees Grande Annee und R.D. stammen immer aus nur einem Jahrgang und sie werden nur in herausragenden Jahren auf dem Markt gebracht. Beide gehören zur absoluten Spitze der Champagne und werden von Kennern geradezu vergöttert. Ersterer kommt meist nach ca. sieben bis acht Jahren auf den Markt und besteht aus Trauben, die zu rund 80% Grand Cru und 20% 1er Cru Lagen gewachsen sind. Der R.D. hat einen noch höheren Grand Cru Anteil und wird noch deutlich später freigegeben, oft erst nach 15 Jahren. Er ist mit nur sehr geringer Dosage um die 3 Gramm pro Liter ausgestattet und als "extra brut" deklariert. Seit dem Jahrgang 2007 trägt er wieder das Degorgierdatum auf dem Etikett, das den Zeitpunkt benennt, also der Hefepfropfen aus der Flasche entfernt und die finale Abfüllung gemacht wurde. Als Vorbild diente hier die Erstausgabe des R.D. Jahrgangs 1952 von Lilly Bollinger. Der R.D. ist nur den allerbesten Jahrgängen vorbehalten, zuletzt waren dies 2007, 2004 und 2002. Zur Société Jaques Bollinger gehören heute neben dem gleichmanigen Champagnerhaus auch Champagne Ayala, Maison Chanson im Burgund, Langlois-Chateau im Loiretal und der Cognac-Abfüller Delamain. Daneben gibt es auch immer wieder Sondereditionen wie zum Beispiel die James Bond Serie. Da Bond-Autor Ian Flemming großer Liebhaber der Bollinger-Champagner gewesen sein soll, erwähnte er diesen 1956 in seinem Buch "Diamonds Are Forever". Seit dem Kinofilm "live and let die / Leben und sterben lassen" mit Roger Moore aus dem Jahr 1973 ist Bollinger ständiger Begleiter des Agenten ihrer Majestät.